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Vikos Schlucht im Pindosgebirge | Griechenland


Das Pindosgebirge befindet sich in Griechenlands Norden.
Schenkt man der griechischen Mythologie Glauben, dann versammeln sich im Pindosgebirge die Musen um Apollon.


Dieses Hochgebirge mit dem Smolikas als höchsten Pindosgipfel (2.432 m) liegt im Südosten Albaniens und im Südwesen zu Mazedonien. Der Smolikas ist gleichzeitig der zweithöchste Berg in Griechenland, nur der Olymp ist knapp 300 Meter höher.


Östlich des Pindosgebirges befinden sich die berühmten Meteora-Klöster.
Im Pindosgebirge selbst befindet sich auch die atemberaubende, 15 Kilometer lange Vikos-Schlucht, die zu den imposantesten Naturwundern der griechischen Bergwelt zählt, sie hat sich tief ins Gebirge eingegraben, ihre steilen Hänge sind gesäumt von seltenen Blumen.

 

 


Damals, im griechischen Bürgerkrieg diente die Vikos-Schlucht als Zufluchtstätte und Heimat der Partisanen, die sich hier unten verschanzten.
Von den nahe gelegenen, ursprünglichen Zagoria-Dörfern führen verschiedene Wege über die Hügel der umliegenden Hochplateaus und über alte, einst von Karawanenführern in das Felsgestein gehauenen Schlängepfade an den Rand des Abgrundes der Vikos-Schlucht.

 

Einer der Ausgangspunkte für geführte Wanderungen in die Vikos-Schlucht ist zum Beispiel der kleine Ort Monodendri.
Auf einem Hinweisschild in Monodendri steht geschrieben, dass die Vikos Schlucht sogar als tiefste Schlucht der Welt ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen wurde. Mit Sicherheit ist sie die längste und tiefste Schlucht des griechischen Festlandes.


An der Weggabelung vor Monodendri folgt man dem Weg geradeaus und durchquert den Ort, von hier aus geht es ca. 7 Kilometer Sandstraße weiter, Richtung Vikos-Balkon. Eine kleine Parkbucht ist der Start zu Fuß für den kurzen Weg zum Aussichtspunkt, von dort aus hat man einen atemberaubenden Ausblick über die 1000 Meter tiefe Vikos-Schlucht.

 

Wer sich nachmittags hierher begibt, hat die Sonne von hinten und kann schöne Aufnahmen von der Schlucht machen. Der Weg hat zwar eine bequeme Breite, doch es gibt keine Geländer zur Sicherheit, weshalb sich ein Besuch bei nasser Witterung hier nicht sehr empfiehlt, denn die Steine könnten ziemlich rutschig werden.


Auch die rechte Weggabelung führt nach Monodendri und zu einem Kloster am Abhang, von dem man die Schlucht ebenfalls wunderbar überblicken kann.
Über Monodendri kann man auf den Grund der Vikos-Schlucht gelangen. Vom Kloster aus hält man sich links, passiert einen alten Spielplatz und etwas später ein Amphitheater.

 

Der Weg führt in steilen Serpentinen bergab, bis zum Schluchtgrund braucht man etwa eine Stunde. Das Tal selbst und die Hänge der Schlucht sind dicht bewaldet. Hier leben Steinadler, Schmutzgeier, Zwergadler, Wölfe und Braunbären, die man allerdings nur mit sehr viel Glück zu Gesicht bekommen wird, denn sie verstecken sich im Dickicht der Wälder.

 

 

 

Am ehesten trifft der Wanderer wohl auf Wildziegen, die in kleinen Gruppen über die kahlen Felsen streifen.
Ist man in der Schlucht angekommen, trifft man auf eine Figur aus Stein am felsigen Flussbett, die als Wegweiser dient. Je nach Jahreszeit führt der Fluss Wasser, oder das steinige Flussbett ist trocken. Von hier aus beginnt eine achtstündige Wanderung durch die Vikos-Schlucht zu den Dörfern im Norden.


Hat man eine Führung gebucht, weil die Wanderung durch die Schlucht nicht am Ausgangspunkt endet, findet die ca. 50 Kilometer lange Rückfahrt außen herum per Auto statt.


Einen weiteren, ausgeschilderten Aussichtspunkt über die Vikos-Schlucht hat man von der Ortschaft Vradeto aus.
Die Vikos-Schlucht, die nur von wenigen Touristen besucht wird, gilt als echter Geheimtipp für Griechenlandurlauber, die mehr als Sonne und Strand suchen.

 

 

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